Was ist eine Computertomographie?

Die Computertomographie (CT) ist ein modernes Verfahren in der diagnostischen Radiologie, welches unter Verwendung von Röntgenstrahlen Schnittbilder der untersuchten Körperregion anfertigt. Hierbei umkreist eine Röntgenröhre den Patienten, um die vielen Schichtaufnahmen anzufertigen. Es ist ein sehr robustes und wenig artefaktanfälliges Verfahren mit dem jede Körperregion sehr schnell untersucht werden kann. Gegenüber dem konventionellen Röntgen hat es den Vorteil der überlagerungsfreien Darstellung mit hoher Detailgenauigkeit bei der Untersuchung des Skelettsystems und des guten Weichteilkontrastes bei der Untersuchung von Bauch, Lunge und Kopf.

Vor der Untersuchung

Sie werden gebeten, bequeme Kleidung ohne Metallknöpfe oder Reißverschlüsse zu tragen, da Metallgegenstände die Qualität der Aufnahmen beeinträchtigen. Vielleicht müssen Sie auch Ihre Kleidung und Schmuck ablegen.

Im Rahmen einer Operation eingebrachte Metallteile (Zähne, Spangen, Prothesen oder andere Implantate) können die Bildqualität beeinträchtigen, informieren Sie daher vor der Untersuchung ihren Arzt oder die Radiologieassistentin, so dass wir die Untersuchung diesen besonderen Bedingungen anpassen können.

Denken Sie bitte daran, Ihrem Arzt oder der Assistentin mitzuteilen, wenn Sie schwanger sind, eine Untersuchung kann in diesem Fall nur nach strengster Indikation erfolgen.

Wir halten für Sie einen Fragebogen bereit, der vor der Untersuchung ausgefüllt werden muss. Es ist wichtig, dass Sie dieses Formular so genau wie möglich ausfüllen. Die Genauigkeit Ihrer Angaben ist für unsere Planung sehr wichtig, sollten Sie Fragen haben, können Sie sich selbstverständlich jederzeit an uns wenden

Bei einigen CT-Untersuchungen (Bauch und Lunge) müssen Kontrastmittel verwendet werden. Dieses sind flüssige Mittel, die entweder in die Venen bzw. das Blutsystem injiziert werden oder als orales Kontrastmittel zur Vorbereitung auf eine Untersuchung des Bauchraums getrunken werden. Beide Kontrastmittel können gleichzeitig verabreicht werden. Die Kontrastmittel können den Darm markieren und Blutgefäße, Entzündungen oder Tumore besser darstellen.

Die Kontrastmittel sind in der Regel gut verträglich und werden nach ihrer Verwendung nach kurzer Zeit über die Nieren ausgeschieden.

Wenige Menschen reagieren allergisch auf diese Kontrastmittel, daher ist es für uns so wichtig , dass sie den Fragebogen vor der Untersuchung ausfüllen, um mögliche Probleme rechtzeitig zu erkennen.

Auch müssen wir bei der Injektion des Kontrastmittels die Nierenfunktion berücksichtigen, hierzu brauchen wir den Kreatininwert (Nierenwert) von Ihnen. Dieser Wert sollte nicht älter als 3 Monate sein. Sollten Sie keinen aktuellen Wert haben, gehen Sie bitte zu Ihrem Hausarzt und lassen dort vor der Untersuchung eine Blutabnahme durchführen und den Kreatininwert bestimmen. Bitte bringen Sie das Laborergebnis unbedingt zu Ihrer Untersuchung mit.

Wir benötigen ferner den Schilddrüsenwert (TSH Wert), der uns Aufschluss über die Schilddrüsenfunktion gibt. So können wir kontrolliert das jodhaltige Kontrastmittel applizieren.

Für die spätere Befundung der Aufnahmen ist die Kenntnis der Voruntersuchungen wichtig, bringen Sie bitte Informationsmaterial wie Voraufnahmen oder Berichte von früheren diagnostischen Verfahren (z. B. CT-Aufnahmen, MRT-Aufnahmen, Arztbriefe) am Untersuchungstag mit.

CT-Untersuchungen des Kopfes, des Skelettsystems, der Wirbelsäule/Bandscheiben oder auch der Lunge erfordern keine großen Vorbereitungen.

Falls Ihr Bauch oder Ihr Becken untersucht werden soll, sollten Sie nach Möglichkeit vor der Untersuchung nur eine leichte Mahlzeit zu sich nehmen. Von uns bekommen Sie in der Praxis ein Getränk mit Kontrastmittel, dieses sollen Sie verteilt über einen Zeitraum von 45 min bis zu einer Stunde trinken. Es verteilt sich im Darm und erlaubt so eine bessere Abgrenzbarkeit des Darms.

Normalerweise können Sie alle Medikamente, die Ihnen vorher verschrieben wurden, weiter einnehmen. Sollten Sie Diabetiker sein, ist für uns die Einnahme einer Metforminhaltigen Tablette von Bedeutung. Bitte vermerken Sie dieses Medikament auf dem Fragebogen.

Das Wichtigste im Hinblick auf die Vorbereitungen zu einer CT-Untersuchung ist, dass Sie sich keine unnötigen Sorgen machen. Das Verfahren ist schnell, schmerzfrei und stellt eine hervorragende Diagnosemethode dar.

Der Untersuchungsablauf

Sollte die Kontrastmittelgabe notwendig sein, wird Ihnen in der Regel im Untersuchungsraum eine „Nadel“ in eine Armvene gelegt. Sie werden dann von einer Röntgenassistentin auf der Patientenliege in die richtige Position gebracht. Diese bewegt sich langsam in die ringförmige Öffnung des Gerätes hinein. Dieser Ring hat eine Weite von ca. 70 cm und ist somit relativ weit. Viele Patienten, die unter Platzangst leiden unterziehen sich ohne Probleme dieser Untersuchung. Über eine Sprechanlage können sie jederzeit mit der Assistentin reden.

Evtl. müssen Sie Atemkommandos folgen, hier bitten wir Sie, gut mitzumachen und den Kommandos zu folgen, so können Sie helfen, möglichst viele Bilder ohne Bewegungsunschärfe zu gewinnen.

In der Regel können Sie nach 10 min den Untersuchungsraum wieder verlassen, sich ankleiden und im Warteraum Platz nehmen.

Der Radiologe wertet im Anschluss die gesamte Untersuchung aus, dies kann, je nach Körperregion und der Menge der gewonnenen Bilddaten 30-45 min in Anspruch nehmen. Auf Wunsch wird er gerne mit Ihnen die Untersuchungsergebnisse besprechen. Die erstellten Aufnahmen erhalten Sie als Papierausdruck und auf CD. Ein Befundbericht mit den Untersuchungsergebnissen wird Ihrem behandelnden Arzt in der Regel am Folgetag zugeleitet.

Die Gesamtdauer der Untersuchung hängt somit stark von der untersuchten Körperregion und der gewählten Technik ab. Für einfache Untersuchungen z.B. des Skeletts, des Kopfes oder der Lunge sollten Sie einen Zeitraum von 30-45 min einkalkulieren, Untersuchungen des Bauches beanspruchen 1,5 bis zu 2 Stunden.

 

 

 

 

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